MYTHOS 3: »Hunde müssen auch mal ohne Leine laufen, alles andere ist Tierquälerei!«

MYTHOS 3: »Hunde müssen auch mal ohne Leine laufen,…

Auch Hunden tut es mal gut, sich „auszulaufen“. Die Glieder durchstrecken, einen kurzen Sprint hinlegen… aber sollte das die Priorität sein? Nein. Es ist ein Hundemenschengemachtes Bild, dass Hunde ohne Leine über Felder rennen müssen.

Wir leben in einer dicht besiedelten Umgebung in der Menschen, Wildtiere, der Anbau von Lebensmitteln und die Haltung von sogenannten Nutztieren unter einen Hut zu bringen sind. Das bedeutet, dass Rücksicht genommen werden muss. Auf Wild- und sogenannte Nutztiere (und zwar das ganze Jahr!), auf Äcker, die nicht betreten und nicht verunreinigt werden dürfen und auf andere Menschen, die sich dort aufhalten, wo ich als Hundemensch unterwegs bin (Jogger, Radfahrer, Spaziergänger, Kinder, Auto-/Treckerfahrer usw.).


Das bedeutet, dass unser Leben mit Hund sowieso stark geregelt und limitiert ist. Es gibt viele Regeln in der „Menschenwelt“ an die sich gehalten werden muss um einen guten und sicheren Umgang miteinander zu gewährleisten. Jeder, der sich einen Hund anschafft, ist sich dessen zumindest teilweise bewusst (mein Hund wird mit Hundefutter gefüttert und jagt sich sein Futter nicht selbst, er trägt ein Halsband mit Marke, er schläft im Haus und nicht auf der Straße …)

Bei dem Aufschrei gegen Leinenpflicht geht es in der Regel um den eingeschränkten Menschen, nicht den Hund. Ein Hund, der im Kontakt mit seinem Menschen draußen unterwegs ist, lässt sich auch unkompliziert an Führ- oder Schleppleine führen, mit ihm interagieren, trainieren und auch Kontakte sind so möglich.


Ein Hund, der haltlos mit seinem Menschen unterwegs ist, von dem man sagt, er müsse mal ordentlich übers Feld wetzen, der große Kreise zieht… der wird für den Menschen am anderen Ende der Leine dann zu einem Kraftakt.


Es gibt viele Hunde, die aufgrund ihrer persönlichen Themen nie von der Leine gelassen werden können (jagen, Unverträglichkeiten mit Artgenossen, Aufnahme von Essbarem, Unsicherheiten). Diese Hunde sind wegen der Leine an ihrem Halsband nicht weniger glücklich oder ausgelastet.
Für gezielte Hundekontakte/“Spieltreffen“, freie Übungen etc. kann man zB. Auf ein umzäuntes Gelände gehen. Wer keinen eigenen Garten hat findet Lösungen bei buchbaren Hundewiesen!


Lasst uns also diesen falschen Mythos aus der Welt schaffen und umsichtiger mit uns, unseren Hunden und unserer Umwelt sein!

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